Die VG Nibelungenring-Rallye hat sich am vergangenen Donnerstag dazu entschieden, auf die Durchführung der diesjährigen Nibelungenring-Rallye am 03.10.2020 zu verzichten.

 

Das Gremium um Organisationsleiter Robert Gehrisch hat sich diese Entscheidung nicht leichtgemacht. Nach dem Abwägen der durch die Corona-Pandemie bestehenden Risiken, votierte das Gremium geschlossen für diesen Schritt.

Es wurde bei dieser Sitzung über das erstellte Hygienekonzept diskutiert und über die zu erwarteten Auflagen, der Gesundheitsbehörde des Kreises Bergstraße als Genehmigungsbehörde, gesprochen. Der Veranstalter sieht sich außer Stande diese Bestimmungen und Auflagen bei der Veranstaltung zu überwachen und damit auch einzuhalten.

Ebenso wurde über die Möglichkeit, die Rallye ohne Zuschauer, durchzuführen, diskutiert. In diesem Fall müssten wir auf die Erstellung eines Zuschauerinformationsheftes verzichten und die sehr wichtigen Einnahmen aus der Inserat Werbung würden wegbrechen. Diese finanzielle Schieflage wollten wir aber nicht als erhebliche Nenngelderhöhung auf die Teilnehmer abwälzen.

Auch spielte bei den Überlegungen die derzeitige Entwicklung der Pandemie eine erhebliche Rolle. Es ist nicht absehbar, wie sich das Ganze nach den Sommerferien und bis zum Oktober hin entwickelt. Damit besteht leider nicht im Geringsten eine Planungssicherheit. Durch die Absage bzw. Nichtgenehmigung kurz vor der Rallye, aufgrund einer Verstärkung der Corona-Pandemie, würde der Verein bzw. die Veranstaltergemeinschaft mit Sicherheit in eine finanzielle Notlage geraten.

Ein ganz wichtiger Punkt bei den Überlegungen war auch der Umstand, dass auch wir Motorsportler eine gesundheitliche Verantwortung gegenüber den Teilnehmern, Helfern und Zuschauer und allen Beteiligten haben. Viele dieser gehören zu den sogenannten Risikogruppen, die durch die Durchführung der Rallye einem erheblich höheren unabsehbaren Ansteckungsrisiko ausgesetzt wären. Auch dies muss das Organisationsteam im Blick haben, denn bei einem eventuellen „Hotspot“ mit all seinen Folgen, steht der Veranstalter in der vollen Verantwortung.

Dies alles führte letztendlich zur Absage der 52. ADAC Nibelungenring-Rallye und 12. ADAC Historic Nibelungenring-Rallye im Jahr 2020.

Hoffen wir auf ein besseres Jahr 2021.

 

Berlandy kam, sah und siegte im Odenwald

Strahlender Sonnschein, hunderte Motorsport-Fans an der Strecke und ein enger sportlicher Wettbewerb. Die Erwartungen wurden bei der 51. Hartmann Isoli Nibelungenring-Rallye, der größten Motorsportveranstaltung Südhessens, wieder einmal erfüllt. Georg Berlandy kam sah und siegte. Der Stromberger Opel Pilot mit seiner Beifahrerin Ricky Schmitt, gewann mit 2,7 Sekunden Vorsprung vor Seriensieger Rainer Noller, der diesmal mit Sarah Hess auf dem heißen Sitz unterwegs war. Das Podium komplettierte das Fuldaer Team Jörg Schuhej/Tanja Timmer auf Mitsubishi Lancer. Der Rheinland Pfälzer Opel Fahrer, Deutscher Rallyemeister aus 2013,  war von Beginn an gut drauf und konnte vor allem in Zotzenbach glänzen. Die ehemalige Bergtrennstrecke wurde dieses Mal bergab gefahren, aufgrund des Gewichtsvorteils seines historischen Opel Kadett Berlandy sicher in die Karten spielte. Berlandy/Schmitt konnte beide Durchgänge in Zotzenbach mit großem Vorsprung für sich entscheiden und legte hiermit die Basis für den Sieg. Rainer Noller konnte alle anderen Wertungsprüfungen in Scharbach und in Seidenbuch gewinnen, musste in der Addition aller gefahrenen Zeiten seinem Kontrahenten den Vortritt lassen. Bis zur letzten Wertungsprüfung in Seidenbuch, war auch noch das BMW Team Jörg Dörre/Hans-Jürgen Herzog mit in den Kampf um den Gesamtsieg verwickelt. Dann spielte an ihrem M3 die Technik nicht mehr mit und die beiden Hohenloher mussten mit Getriebeschaden aufgeben. Berlandy war bei der abendlichen Siegerehrung mehr als zufrieden und war begeistert von der reibungslosen Organisation und den anspruchsvollen Strecken im Odenwald. Sein Wiederkommen hat er bereits auf dem Siegerpodest angekündigt.

In den einzelnen Wertungsklassen waren ebenfalls spannende Zeitenduelle um die Klassensiege zu sehen, die von den Zuschauern gespannt auf der Online-Zeitenauswertung verfolgt wurden.

Auch einige Odenwälder Teams waren erfolgreich am Start. Die Wahlener Matthias und Karin Hildenbeutel überzeugte mit einer guten Fahrweise und fuhr den zweiten Platz bei den Serienfahrzeugen ein. In der gleichen Wertungsklasse bestritten die Reichelsheimer Jan Reinhardt und Lars Meierhöfer auf Mitsubishi erfolgreich ihre Heimrallye. Nicht in Ziel kamen die Wald-Michelbacher Michael Schwöbel und Matthias Schwebel auf Mazda 323 und das Vater und Sohn Gespann Uwe und Till Arnold. Beide Teams mussten ihre Fahrzeuge nach technischen Defekten aufladen. Etwas glücklos war das Wahlener Team Tim Buchhaus und Helen Sattler, die nach einem kleinen Ausritt auf dem Rundkurs in Scharbach, leider auch mit einem Technikproblem aufgeben mussten.

In der stark besetzten Klasse CTC bis 2000ccm Hubraum konnten sich die die Fränkisch-Crumbacher Florian Heß und Co-Pilotin Michelle Neubrech auf Honda sowie der Fürther Routinier Franz Koob mit Beifahrer Michael Tönnismann gut behaupten. Heß/Neubrech feierten einen vielumjubelten Klassensieg und standen gemeinsam mit dem zweitplatzieren Fiat Team Koob/Tönnismann auf dem Siegerpodest. Der Lindenfelser Co-Pilot Paul Gehbauer belegte mit seinem Fahrer Pascal Hudelmeier den dritten Platz in der Klasse bis 1600ccm.

 

Gesamtsieger der 11. Hartmann Isoli Nibelungenring Historic Rallye wurden Michael und Michaela Kübler aus Bad Rappenau. Das BMW Team konnte in der Gleichmäßigkeitsrallye mit einer geringen Abweichung von 0,83 Sekunden zur Idealzeit überzeugen. Das Opel Team Bernd Kohl und Roland Oster (Heiligkreuzsteinach) belegte den 12. Rang. Die Wahlener Ford-Piloten Toni Buchhaus und Peter Walter kamen auf Platz 35 ins Ziel und hatten viele Fans an der Strecke. Für die IMS Schlierbachtal waren Tim Hallermeier und Lukas Emig am Start. Mit dem 29. Platz konnten die beiden den Vorjahreserfolg (Platz 5 in 2017) leider nicht wiederholen. Das Reichelsheimer Team Volker Heist und Rainer Feick belegte den 15. Platz auf Audi 80 Quattro und schrammte somit knapp an einem Pokalrang vorbei. Mit Platz 26 konnten der Kirschhäuser Robert Umlauft und sein Fürther Co-Pilot Lothar Schmidt, ein gutes Ergebnis bei ihrer ersten Rallye einfahren.

Neben der Zeitwertung gingen auch einige Demonstrationsfahrzeuge und Vorauswagen auf die Strecken in Lautertal, Überwald und Weschnitztal. Die Fürther Peter Jäger jun. und Peter Jäger sen. brachten ihren Ford Escorts an den Start und überzeugten mit spektakulären Drifts. Auf Audi Quattro ging der Lautertäler Hartmut Goder und Hans Peter Heldmannan den Start. Wie in den vergangenen Jahren zeigte auch der Hammelbacher Karsten Hinz (Audi Quattro) mit Co-Pilot Thomas Meister sein fahrerisches Können. Das Audi-Trio komplettierte der Stallenkandeler Karl Jöst, ebenfalls auf Audi Quattro, der mit dem Weinheimer Georg Götz an den Start ging. Sichtlich Spaß hatte der Fürther Sven Koob mit Beifahrer Philipp Jodes in einem kleinen Fiat Cinqucento. Heinz-Martin Blessing aus Winkel war mit Co-Pilotin Aida Fonseca auf Subaru Impreza am Start. Die Teams Achim Kreim/Florian Treusch auf Fiat 131 und Helmut Kirchmeyer/Roger Böhm auf Porsche 911 vertraten den MSC Rodenstein Fränkisch Crumbach und zeigten ihre schönen Autos.

Alles in allem waren die Verantwortlichen der ausrichtenden Vereine IMS Schlierbachtal, MCE Darmstadt-Eberstadt, MSF Zotzenbach, MSC Überwald, MSC Weschnitzal, OMC Reichenbach, MSV Hammelbach und MSC Rodenstein mit dem Ablauf der Rallye sehr zufrieden. Ein Dank galt auch dem MSC und dem SV Affolterbach, auf deren Gelände das Rallyezentrum stationiert war. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung etwas kleiner konzipiert, was aber dem sportlichen Wettbewerb nicht negativ beeinflusste. Im kommenden Jahr ist bereits wieder eine Rallye 70 angedacht, die etwas großer angelegt mit einer weiteren Wertungsprüfung aufwartet. Die Zusammenarbeit mit den mehr ca. 400 ehrenamtlichen Helfern, den lokalen Feuerwehren und Hilfsdiensten verlief wiederum optimal. Als Vertreter des Kreises Bergstrasse, bedankte sich Volker Buser, der beim Start anwesend war, bei den Organisatoren und den vielen freiwilligen Helfern. Er überbrachte ebenfalls die Grüße des Landrats Christian Engelhardt, der nicht selbst anwesend sein konnte. Nach der Ehrung der Sieger wurde noch bis in die Morgenstunden in Affolterbach eine gelungene Veranstaltung gefeiert.

 

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